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spielzeugfreie Zeit

Ein Rückblick auf die spielzeugfreie Zeit

“Wie die Zeit doch rennt !”

Nach dem 1. Elternabend zu unserem Projektthema und den ersten begeisterten Wegräumaktionen, schon vor Weihnachten, haben wir jetzt schon das Spielzeug wieder oben.
Am 4. April war bereits der 2. Spielzeugtag “danach”, der wegen der Weihnachtsgeschenke wohl von den Kindern besonders stark hergesehnt wurde. Der Start in die Spielzeugfrei Zeit war wieder Erwarten überwiegend ruhig. Es gab viele Ideen mit Wolle, Holz, Decken, Stühlen, Tischen, Verpackungsmaterial, Kartons, aber auch Papier, Farben, Kleber, und vielem mehr.

Den größten Lärm machte anfangs das Eichelbad, das komplett geleert wurde und die Eicheln in der Rundung auf dem Boden verteilt wurde, dann wurde mit den leeren Materialschubladen über die Eicheln gerollt, und noch viele andere Sachen gemacht.

Es wurde viel beobachtet bei anderen Kindern und manche jüngere Kinder hatten auf einmal viel zu erzählen !

Es gab Kinder, die fühlten sich besonders stark und da gab es dann auch zu Haus Probleme. Gut, wenn wir darauf angesprochen wurden und uns mit den Eltern austauschen konnten.
Im Garten arrangierten sich die Kinder mit Stöcken, Sand , Steinen und Wasser. Das gab es in der Zeit reichlich, denn es regnete oft, doch es gab auch einige Kinder die Ihr Spiel nicht vorzeitig beenden wollten um in den Garten zu gehen.
Sehr hilfreich für uns alle, klein und groß waren unsere Treffen mit Besprechungen für Regeländerungen, Ideenweitergabe, Zeigen von eigenen Werken, die Auswahl des Spielbereiches, sowie Kritik bzw. Erfreuliches im Abschlusskreis (jedes Kind konnte eine Blume, für etwas gutes, oder einen Stein, für etwas unangenehmes, legen.)

8 Wochen waren eine lange Zeit, doch von Langeweile war nicht zu reden.

Viele Kinder haben sich gefreut als die Zeit dann rum war, obwohl sie inder Zeit auf uns keinen unzufriedenen Eindruck gemacht haben.

Diese 40 Tage waren es wert, sie einmal so erlebt zu haben
- Und viele von unseren Spielzeugen sind immer noch im Keller,
wer vermisst sie ?

Wir Erzieherinnen sehen auf eine gute Zeit zurück.
Unseren Dank auch an Sie, liebe Eltern, dass aufgrund Ihres großen Interesses, dieses Projekt so ablaufen konnte !

... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... Spielzeugfreie Zeit in der Fastenzeit 2008

Nach 6 Wochen ist die spielzeugfreie Zeit nun zu Ende. Gemeinsam mit den Kindern wurde überlegt, was sie sich aus dem Keller wieder nach oben wünschen. Geliebte und auch sehr vermisste Bereiche waren sowohl Bau- und Konstruktionsecke, als auch die „Puppenecke und die Leseecke. Natürlich sind auch Spiele und Puzzle zurück gewünscht worden.Jeder durfte wieder etwas nach oben holen und so füllte sich der Kindergarten langsam wieder mit „Material“.

Es ist nicht alles wieder da, manches wird (noch) gar nicht vermisst. In der spielzeugfreien Zeit war eine Welle von Papierfliegern entstanden, die gemeinschaftlich hergestellt und variiert wurden (aber auch perfektioniert!). Diese Zeit hält aktuell noch an.

Viele Kinder haben in dieser Zeit ihre Kontakte zu anderen Kindern ausgebaut. Neue Freundschaften sind entstanden und andere wurden vertieft.

Bereiche wie der Keller (zum Toben und Werken) sowie dem Garten wurden und werden intensiv genutzt.

Was auf Wunsch der Eltern, Kinder und auch des Teams übernommen wurde, ist der allmorgendliche „Morgenkreis“, ein kurzes Treffen um 9.oo Uhr, bei dem es einen kurzen organisatorischen Austausch gibt. Danach beginnt der Kiga-Morgen. Dieser Moment des „Sich-Treffens“ ist vielen sehr wichtig geworden, um auch zu erfahren, was an dem Tag denn eigentlich so los ist.

Jetzt nach vier Wochen ist der Alltag wieder eingekehrt. Die Kinder malen, basteln und spielen auch gerne wieder etwas. Aber das vermehrte Mit-Einander-Reden gemeinsam am Tisch bei (jetzt) einer Beschäftigung ist geblieben.

Die spielzeugfreie Zeit ist durchweg positiv angekommen. Bei den verschiedenen Elternabenden wurde viel diskutiert und ausgetauscht. Es wurde uns aber signalisiert, dass seitens der Elternschaft diese Zeit auch wiederholen können. Das einzige, was für uns vom Kindergarten sehr traurig war, ist, dass bedingt durch den Zeitraum der Fastenzeit, der Frühling und auch Ostern bei uns keinen Einzug nahm.Für eine Wiederholung werden wir uns auf jeden Fall einen anderen Zeitpunkt aussuchen.

Ansonsten hat es allen Beteiligten gut gefallen, obwohl es anstrengend, laut, unruhig, bewegt aber auch interessant war. In zwei Jahren auf ein Neues…